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Gär- & Reifeplan

Von der Maische bis zum trinkreifen Tropfen sind es Wochen bis Monate. Wähle eine Sorte und einen Stichtag – der Plan rechnet die Termine vorwärts vom Ansatz oder rückwärts vom Wunsch-Trinktermin.

Bitte einen Stichtag wählen, dann erscheint der Zeitplan.

Die Dauern sind Richtwerte und frei anpassbar; die Gärdauer ist – wenn eine Sorte gewählt ist – aus deren Profil übernommen. Vergärung und Reifung hängen stark von Temperatur, Frucht und Hefe ab. Steinobst zügig nach Gärende brennen.

Brenn-Telegramm – der Ablauf einer Saison

Ein guter Brand beginnt lange vor dem Brenntag. Diese Merkliste fasst die Stationen einer Saison zusammen – von der Obstplanung bis ins Lager.

Eine Brennsaison im zeitlichen Überblick Der Ablauf vom Ansatz bis zur Trinkreife. Auf den Ansatz folgt die Gärung über etwa zwei bis vier Wochen, kühl bei sechzehn bis zwanzig Grad. Ist die Maische durch, wird zügig gebrannt — Steinobst sofort. Danach den Brand herabsetzen und einige Tage ruhen lassen. Zuletzt reift der Brand über Monate kühl und dunkel. Die Achse hat einen Bruch, weil Gärung in Wochen, Reifung aber in Monaten zählt. Eine Saison im ÜberblickGärung2–4 Wochen · 16–20 °CBrennenzügigHerabsetzen+ ruhen · TageReifungMonate · kühl & dunkelAnsatzGärendeBrenntagabfüllbereittrinkreifSteinobst: sofort brennen
Schematisch, nicht maßstäblich: Der Achsbruch zeigt den Sprung von Wochen (Gärung) zu Monaten (Reifung). Die Dauern sind Richtwerte – die echten Termine rechnet der Planer oben. Faustregel: fertige Maische zügig brennen, Steinobst sofort.
  1. Obst und Sorten früh planen: Reifezeitpunkt und Erntemenge abschätzen.
  2. Gärbehälter prüfen, reinigen und dicht machen; Gärspund bereitlegen.
  3. Reinzuchthefe, Enzym, Säure und Hefenährsalz rechtzeitig besorgen.
  4. Obst- oder Passiermühle vorbereiten.
  5. Vollreifes, sauberes Obst ernten – Faules aussortieren, Steinobst entstielen.
  6. Einmaischen: zerkleinern, Hefe und Säure einstellen, Steine ganz lassen.
  7. Kühl und luftdicht vergären lassen (rund 16–20 °C), nicht umrühren.
  8. Gärende abwarten und die Maische spundvoll auffüllen.
  9. Vor dem Brennen die Abfindungs- bzw. Zollanmeldung erledigen (Recht & Sicherheit).
  10. Zügig brennen, sobald die Maische durch ist – besonders Steinobst.
  11. Rohbrand zügig, Feinbrand mit Gefühl; Vor- und Nachlauf sauber abtrennen.
  12. Trinkstärke mit weichem Wasser einstellen (Verdünnungsrechner).
  13. Ruhen lassen, klären oder filtrieren, in saubere Flaschen füllen, etikettieren.
  14. Kühl und dunkel lagern und reifen lassen.

Frei nach dem „Brenn-Telegramm“ von Josef Pischl, „Schnapsbrennen“ (Stocker Verlag) – in eigenen Worten zusammengefasst und an die DACH-Rechtslage angepasst.

→ Der Grundprozess im Detail · Verdünnungsrechner · Merkliste