Werkzeug

Gär- & Reifeplan

Wähle eine Obstart und ein Datum. Der Plan berechnet die Termine vorwärts vom Ansatz oder rückwärts vom gewünschten Trinktermin. Die Dauern sind anpassbare Richtwerte.

Bitte einen Stichtag wählen, dann erscheint der Zeitplan.

Die Dauern sind Richtwerte und frei anpassbar; die Gärdauer ist – wenn eine bezifferte Dauer im Profil steht – daraus übernommen. Sonst werden lediglich frei anpassbare Planungswerte eingesetzt: 21 Tage für Gärung, 3 Tage für Mazeration; sie sind keine fruchtspezifisch belegte Empfehlung. Vergärung und Reifung hängen stark von Temperatur, Frucht und Hefe ab. Steinobst zügig nach Gärende brennen.

Brenn-Telegramm – der Ablauf einer Saison

Diese Liste führt durch die Saison: Obst auswählen, Maische ansetzen, brennen und lagern.

Eine Brennsaison im zeitlichen Überblick Der Ablauf vom Ansatz bis zur Trinkreife. Auf den Ansatz folgt die Gärung über etwa zwei bis vier Wochen, kühl bei sechzehn bis zwanzig Grad. Ist die Maische durch, wird zügig gebrannt — Steinobst sofort. Danach den Brand zunächst hochprozentig kühl und dunkel reifen lassen, je nach Frucht über Monate. Anschließend herabsetzen und einige Wochen nachruhen lassen. Der Achsbruch markiert die schematische Darstellung unterschiedlicher Zeitspannen. Eine Saison im ÜberblickGärung2–4 Wochen · 16–20 °CBrennenzügigReifunghochprozentigHerabsetzen+ Nachruhe · WochenAnsatzGärendeBrenntaggereifttrinkreifSteinobst: sofort brennen
Schematisch, nicht maßstäblich: Auf die Gärung folgen Brennen, hochprozentige Reifung und erst dann Herabsetzen mit Nachruhe. Die Dauern sind Richtwerte – mögliche Termine schätzt der Planer oben. Faustregel: fertige Maische zügig brennen, Steinobst sofort.
  1. Obst und Sorten früh planen: Reifezeitpunkt und Erntemenge abschätzen.
  2. Gärbehälter prüfen, reinigen und dicht machen; Gärspund bereitlegen.
  3. Reinzuchthefe, Enzym, Säure und Hefenährsalz rechtzeitig besorgen.
  4. Obst- oder Passiermühle vorbereiten.
  5. Vollreifes, sauberes Obst ernten – Faules aussortieren, Steinobst entstielen.
  6. Einmaischen: zerkleinern, Hefe und Säure einstellen, Steine ganz lassen.
  7. Kühl und luftdicht vergären lassen (rund 16–20 °C), nicht umrühren.
  8. Gärende abwarten und die Maische spundvoll auffüllen.
  9. Vor dem Brennen die Abfindungs- bzw. Zollanmeldung erledigen (Recht & Sicherheit).
  10. Zügig brennen, sobald die Maische durch ist – besonders Steinobst.
  11. Rohbrand zügig, Feinbrand mit Gefühl; Vor- und Nachlauf sauber abtrennen.
  12. Hochprozentig kühl und dunkel reifen lassen; Dauer an die Obstart anpassen.
  13. Trinkstärke mit weichem Wasser einstellen (Verdünnungsrechner).
  14. Ruhen lassen, klären oder filtrieren, in saubere Flaschen füllen, etikettieren.
  15. Abgefüllte Brände kühl und dunkel lagern.

Frei nach dem „Brenn-Telegramm“ von Josef Pischl, „Schnapsbrennen“ (Stocker Verlag) – in eigenen Worten zusammengefasst und an die DACH-Rechtslage angepasst.

→ Der Grundprozess im Detail · Verdünnungsrechner · Merkliste