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Auf Trinkstärke herabsetzen

Wie viel Wasser braucht ein hochprozentiges Destillat, um auf Trinkstärke zu kommen? Der Rechner berücksichtigt die Volumenkontraktion – Alkohol und Wasser ziehen sich beim Mischen zusammen, deshalb wird über die Masse gerechnet, nicht naiv übers Volumen.

Wasser zugeben: 6.7 l

Ergibt rund 16.5 l Destillat bei 42 % vol. Ohne Kontraktions-Korrektur käme man rechnerisch auf 16.7 l – die Differenz ist die Volumenkontraktion.

Wasserqualität: Zum Herabsetzen nur weiches Wasser (Härte unter 4 °d) verwenden – hartes Wasser trübt den Brand später ein. Das Wasser vorlegen und den Alkohol langsam einrühren, dann vor dem Abfüllen einige Tage kühl stellen und filtrieren.

Die Rechnung folgt der Massen-Methode aus der Fachliteratur (Hagmann/Essich, „Obst brennen“); die hinterlegten Umrechnungswerte sind Standard-Tafelwerte bei 20 °C und für den Hausgebrauch gedacht. Verbindlich sind die Amtlichen Alkoholtafeln (PTB) bzw. die Kontraktionstabellen nach Dr. Adam.

Volumenkontraktion beim Herabsetzen Ein Standzylinder Alkohol und ein Standzylinder Wasser werden gemischt. Das Gemisch füllt den dritten Zylinder weniger hoch, als beide Mengen rechnerisch zusammen ergäben: Alkohol- und Wassermoleküle lagern sich dichter und brauchen weniger Platz. Die Differenz zwischen der naiv erwarteten Höhe und der tatsächlichen Füllung ist die Volumenkontraktion. Deshalb wird beim Herabsetzen nach Masse gerechnet, nicht nach Volumen — verbindlich über die Amtlichen Alkoholtafeln bei 20 Grad Celsius. Alkoholz. B. 70 % vol+Wasserweich=naiv erwartetKontraktionMischungtrinkfertig1 + 1 < 2Alkohol- und Wasser-moleküle lagern sichdichter — das Gemischbraucht weniger Platzals beide zusammen.Darum nach Masse rechnenAmtliche Alkoholtafel, 20 °C.Der Rechner korrigiert das.
Schematisch: Volumenanteile addieren sich nicht. Mischt man Alkohol und Wasser, füllt das Gemisch weniger als die Summe beider Säulen – die Lücke ist die Volumenkontraktion. Darum rechnet man beim Herabsetzen nach Masse (Amtliche Alkoholtafeln, 20 °C); der Rechner oben nimmt dir das ab.

Wie viel Alkohol bringt die Maische?

Schon vor dem Einmaischen lässt sich abschätzen, was am Ende im Kessel landet. Du misst den Extrakt der Maische (mit Most-/Öchsle-Waage oder Refraktometer), ziehst die zuckerfreien Anteile ab und rechnest auf Alkohol hoch. So merkst du auch früh, wenn eine Gärung stecken geblieben ist – die echte Ausbeute sollte den Schätzwert nicht weit unterschreiten.

Erwartet: 6.4 l reiner Alkohol

Aus 100 l Maische – das sind rund 6.4 l je 100 l. Zwischenschritte: Saft-Zucker ≈ 12.5 %, Maische-Zucker ≈ 11.6 %. Gerechnet ist der Gesamtalkohol (Vor-, Mittel- und Nachlauf zusammen); der verwertbare Mittellauf liegt darunter und hängt davon ab, wie viel Vor- und Nachlauf du abtrennst.

Methode und Obst-Faktoren (Nichtzuckerstoffe, Tresterfaktor) nach Josef Pischl, „Schnapsbrennen“ (Leopold Stocker Verlag). Belegt sind die vier gelisteten Obstarten; andere Früchte brauchen eigene Messwerte. Den Umrechnungsfaktor 0,55 (aus 100 kg Zucker rund 55 l reiner Alkohol) bestätigt unabhängig Tanner & Brunner (Wädenswil): praktisch höchstens 56 l je 100 kg Zucker, theoretisch 64,5 l. Das Ergebnis ist ein Richtwert für saubere Verarbeitung, keine Garantie.

→ Zum Grundprozess · Glossar