Glossar

Begriffe rund ums Brennen

Die wichtigsten Wörter kurz erklärt.

Maische
Die zerkleinerte, vergärende Fruchtmasse – Ausgangsmaterial fürs Brennen.
Brand
Destillat aus vergorener, zuckerreicher Frucht (z. B. Zwetschgen-, Apfelbrand).
Geist
Destillat aus zuckerarmer, aromatischer Frucht, die in Neutralalkohol mazeriert und dann destilliert wird (z. B. Himbeergeist).
Wasser
Traditioneller Name für klaren Obstbrand, v. a. Kirschwasser = Kirschbrand.
Rohbrand
Erstes, noch unreines Destillat aus der Maische; wird meist ein zweites Mal gebrannt.
Feinbrand
Zweiter Brand, bei dem das Aroma konzentriert und der Schnitt gesetzt wird.
Vorlauf
Erste Fraktion des Brands – riecht stechend (Acetaldehyd, Ethylacetat) und wird verworfen. Anders als oft behauptet entfernt der Vorlauf-Schnitt nicht das Methanol.
Mittellauf (Herz)
Das aromatische, trinkbare Herzstück zwischen Vor- und Nachlauf.
Nachlauf
Letzte Fraktion mit Fuselölen – hier reichert sich auch das Methanol an; wird rechtzeitig abgetrennt.
Der Schnitt
Das Trennen von Vor-, Mittel- und Nachlauf – entscheidet über Genuss und Sicherheit.
Methanol
Giftiger Alkohol, der beim Abbau von Fruchtpektin in der Maische entsteht – nicht beim Brennen. Er verteilt sich über den ganzen Lauf und lässt sich nicht über den Vorlauf wegschneiden; begrenzt wird er über eine saubere Maische und den Nachlauf.
Ethylcarbamat
Krebsverdächtiger Stoff in Steinobstbränden, der aus der Blausäure beschädigter Kerne entsteht. Gegenmittel: Steine nicht zerschlagen und den Nachlauf rechtzeitig abtrennen.
Pektinase
Enzym, das pektinreiche Maischen (Apfel, Quitte) aufschließt und die Ausbeute sichert – setzt dabei aber Methanol frei.
Magvavalo
Ungar. „steinlösend": Sorten, bei denen sich der Kern leicht löst – spart das Entkernen.
Brix / Öchsle
Maße für den Zuckergehalt der Frucht – Grundlage der Ausbeute-Schätzung.