Brand · aus Zwetschge
Zwetschgenbrand
Die Königin der Obstbrände: dunkel, würzig, marzipanig.
Steinobst: Steine beim Vermaischen nicht zerschlagen – aus beschädigten Kernen entsteht Blausäure und daraus das krebsverdächtige Ethylcarbamat. Ein kleiner Anteil ganzer Steine ist fürs Aroma unkritisch; den Nachlauf rechtzeitig (spätestens um 50 % vol) abtrennen.
18°Brix
ca. 43 % volTrinkstärke
15–18 °CGärtemperatur
Profil
| Kategorie | Brand |
|---|---|
| Grundzutat | Zwetschge |
| Reife / Ernte | Vollreif am Baum, Ende September; nur geschütteltes Baumobst, kein Bodenobst. |
| Ausbeute | bis 14 l (50 % vol) / 100 kg Frucht – eine der höchsten Ausbeuten aller Obstarten |
| Zuckerzusatz | nicht nötig; bei Premium-Stilen max. 3 kg / 100 kg (dann „Párlat“, keine „Pálinka“) |
| Maische-pH | 2,8–3,2 |
| Hefe | Reinzuchthefe (z. B. Lalvin EC-1118) |
| Pektinase | in der Regel nicht nötig |
| Gärdauer | 2–3 Wochen |
| Aroma | Tief, würzig, mandel-/marzipanartig. |
Der Schnitt
Steinobst: Steine beim Vermaischen nicht zerschlagen (sonst Blausäure → Ethylcarbamat); ein kleiner Anteil ganzer Steine ist fürs Aroma unkritisch. Vorlauf abtrennen, Nachlauf spätestens um 50 % vol – sensorisch oft schon um 45 % vol.
Besonderheiten
- Freisteinige (magvavalo) Sorten wie Elena sparen das Entkernen.
- Kein Bodenobst – es bringt Buttersäure-/Schimmelfehler in die Maische.
