Wasser · aus Kirsche
Kirschwasser
Der klare Klassiker aus dem Schwarzwald – „Wasser“ heißt hier Brand.
Steinobst: Steine beim Vermaischen nicht zerschlagen – aus beschädigten Kernen entsteht Blausäure und daraus das krebsverdächtige Ethylcarbamat. Ein kleiner Anteil ganzer Steine ist fürs Aroma unkritisch; den Nachlauf rechtzeitig (spätestens um 50 % vol) abtrennen.
15°Brix
40–43 % volTrinkstärke
15–18 °CGärtemperatur
Profil
| Kategorie | Wasser |
|---|---|
| Grundzutat | Kirsche |
| Reife / Ernte | Vollreif, Juli; kleinfrüchtige, aromatische Sorten bevorzugen. |
| Ausbeute | ⌀ 8–10 l (50 % vol) / 100 kg Frucht |
| Zuckerzusatz | nicht nötig |
| Maische-pH | 2,8–3,2 |
| Hefe | Reinzuchthefe (z. B. Lalvin EC-1118) |
| Pektinase | meist nicht nötig |
| Gärdauer | 2–3 Wochen |
| Aroma | Mandel-/marzipanbetont, dezent fruchtig, klar. |
Der Schnitt
Steine nicht zerschlagen (Blausäure → Ethylcarbamat). Maische besonders gut abdichten – Kirsche oxidiert schnell. Vorlauf abtrennen, Nachlauf rechtzeitig (um 50 % vol).
Besonderheiten
- „Wasser“ (Kirschwasser) ist der traditionelle Name für Kirschbrand.
- Maische besonders oxidationsempfindlich.
