Brand · aus Mirabelle

Mirabellenbrand

Die goldene Pflaume: mild, honigartig, süßlich-fruchtig im Duft.

Steinobst: Steine beim Vermaischen nicht zerschlagen – aus beschädigten Kernen entsteht Blausäure und daraus das krebsverdächtige Ethylcarbamat. Ein kleiner Anteil ganzer Steine ist fürs Aroma unkritisch; den Nachlauf rechtzeitig (spätestens um 50 % vol) abtrennen.

17°Brix
40–43 % volTrinkstärke
15–18 °CGärtemperatur

Profil

KategorieBrand
GrundzutatMirabelle
Reife / ErnteReift ungleich – schrittweise ernten und jeweils nur vollreife, geschüttelte Früchte verarbeiten.
AusbeuteÄhnlich der Pflaumen-/Zwetschgenfamilie; natürlicher Alkoholgehalt rund 8–10 % vol (Tier-B-Quervergleich Malle/Schmickl).
Zuckerzusatznicht nötig – die reife Frucht bringt genug Eigenzucker; Zuckerzusatz brächte nur mehr Alkohol, kein zusätzliches Aroma
Maische-pH2,8–3,2 – unbedingt ansäuern (Hagmann/Essich)
HefeReinzuchthefe (z. B. Lalvin EC-1118)
Pektinasein der Regel nicht nötig
Gärdauer2–3 Wochen
AromaMild, honigartig, feiner und süßlicher als Zwetschge.

Der Schnitt

Steinobst: Steine nicht zerschlagen (Blausäure → Ethylcarbamat); rund ein Fünftel der Steine darf fürs Aroma mitvergären (Hagmann/Essich). Vorlauf abtrennen, Nachlauf um 50 % vol.

Besonderheiten

  • Ungleiche Reife → in mehreren Durchgängen ernten.
  • Rund 20 % der Steine dürfen fürs Aroma mitvergären – die übrigen nicht zerschlagen.

Quelle: Importierte Wissensbasis + Buchquellen (ungeprüft)

→ Der Grundprozess im Detail