Brand · aus Marille (Aprikose)

Marillenbrand

Der Duft der Wachau: marzipanig, samtig, intensiv nach reifer Aprikose.

Steinobst: Steine beim Vermaischen nicht zerschlagen – aus beschädigten Kernen entsteht Blausäure und daraus das krebsverdächtige Ethylcarbamat. Ein kleiner Anteil ganzer Steine ist fürs Aroma unkritisch; den Nachlauf rechtzeitig (spätestens um 50 % vol) abtrennen.

40–43 % volTrinkstärke
15–18 °CGärtemperatur

Profil

KategorieBrand
GrundzutatMarille (Aprikose)
Reife / ErnteAbsolut vollreif verarbeiten – die Marille reift nicht nach und neigt beim Zwischenlagern zu Kahmhefe.
AusbeuteMittel; natürlicher Alkoholgehalt der Frucht rund 6–8 % vol (Tier-B-Quervergleich Malle/Schmickl).
Zuckerzusatznicht nötig – die reife Frucht bringt genug Eigenzucker; Zuckerzusatz brächte nur mehr Alkohol, kein zusätzliches Aroma
Maische-pH2,8–3,2 – Marille hat einen höheren Natur-pH als anderes Steinobst, Ansäuern ist Pflicht
HefeReinzuchthefe (z. B. Lalvin EC-1118)
Pektinasein der Regel nicht nötig
Gärdauer2–3 Wochen
AromaMarzipanig-mandelig, samtig, intensiv fruchtig.

Der Schnitt

Steinobst: vor dem Einmaischen entsteinen und die Steine nicht zerschlagen (Blausäure → Ethylcarbamat). Ein dezenter Bittermandelton ist marillentypisch, darf aber nicht dominieren. Vorlauf abtrennen, Nachlauf rechtzeitig (um 50 % vol).

Besonderheiten

  • Reift nicht nach – nur vollreif einmaischen und nicht zwischenlagern (Kahmhefe-Gefahr).
  • Höherer Natur-pH als anderes Steinobst → Ansäuern besonders wichtig.

Quelle: Importierte Wissensbasis + Buchquellen (ungeprüft)

→ Der Grundprozess im Detail