Brand · aus Quitte
Quittenbrand
Blumig und herb zugleich – eine steinharte Frucht mit betörendem Duft.
40–43 % volTrinkstärke
15–18 °CGärtemperatur
Profil
| Kategorie | Brand |
|---|---|
| Grundzutat | Quitte |
| Reife / Ernte | Vollreif und durchgehend gelb ernten, dann 10–14 Tage nachreifen lassen (Hagmann/Essich). |
| Ausbeute | Niedrig – der Richtwert von 3,6 l/100 kg wird in der Praxis kaum erreicht (Hagmann/Essich); natürlicher Alkoholgehalt nur ~3 % vol (Malle/Schmickl, Tier B). |
| Zuckerzusatz | nicht nötig – Zuckerzusatz würde nur die (ohnehin niedrige) Ausbeute strecken, ginge aber auf Kosten des Fruchtaromas |
| Maische-pH | 2,8–3,2 |
| Hefe | Reinzuchthefe (z. B. Lalvin EC-1118) |
| Pektinase | zwingend, hoch dosiert – die Frucht ist steinhart und extrem pektinreich (doppelte Verflüssigermenge, Malle/Schmickl) |
| Gärdauer | 2–3 Wochen |
| Aroma | Intensiv blumig-parfümiert in der Nase, am Gaumen herb-fruchtig. |
Der Schnitt
Die filzigen Härchen vor dem Vermaischen abreiben – sie bringen sonst einen herb-bitteren Ton (Hagmann/Essich). Der enzymatische Pektinabbau setzt Methanol frei (schon in der Maische, nicht über den Vorlauf abtrennbar): saubere, zügig verarbeitete Maische und ein konsequent abgetrennter Nachlauf.
Besonderheiten
- Steinhart und pektinreich → feine Vermahlung und reichlich Pektinase.
- Härchen vor dem Einmaischen entfernen (Bitterton).
- Eine der niedrigsten Ausbeuten – Quittenbrand ist entsprechend rar.
