Brand · aus Mispel
Mispelbrand
Die fast vergessene Frucht: steinhart roh, herb-aromatisch im Brand.
40–43 % volTrinkstärke
~20 °C – Wildobst vergärt wärmer als Kern-/Steinobst (LVWO Wildobstverwertung)Gärtemperatur
Profil
| Kategorie | Brand |
|---|---|
| Grundzutat | Mispel |
| Reife / Ernte | Mürbe/teigreif verarbeiten – frisch ist die Frucht steinhart. |
| Ausbeute | Im LVWO-Brennversuch 5,7–6,9 l A/hl Maische (Mostgewicht 78–107 °Oe); die hohen °Oe täuschen aber, ein Teil ist nicht vergärbarer Sorbit (LVWO „Wildobstverwertung in der Brennerei“). |
| Zuckerzusatz | nicht nötig – Zuckerzusatz würde nur die (ohnehin niedrige) Ausbeute strecken, ginge aber auf Kosten des Fruchtaromas |
| Maische-pH | 2,8–3,2 |
| Hefe | Reinzuchthefe (z. B. Lalvin EC-1118) |
| Pektinase | zwingend, hoch dosiert – die Frucht ist sehr hart (doppelte Verflüssigermenge, Malle/Schmickl) |
| Gärdauer | 2–3 Wochen |
| Aroma | Herb-aromatisch, an Quitte und Apfel erinnernd. |
Der Schnitt
Wie bei der Quitte: feine Vermahlung und reichlich Pektinase für eine brennbare Maische. Vorlauf abtrennen, Nachlauf rechtzeitig.
Besonderheiten
- Sehr harte Frucht → wie Quitte feine Vermahlung und doppelte Verflüssiger-/Pektinase-Menge.
- Rarität – als sortenreiner Brand kaum verbreitet.
