Brand · aus Johannisbeere
Johannisbeerbrand
Beerig-frisch mit feiner Säure – rot mild, schwarz als Cassis-Wucht.
40–43 % volTrinkstärke
15–18 °CGärtemperatur
Profil
| Kategorie | Brand |
|---|---|
| Grundzutat | Johannisbeere |
| Reife / Ernte | Vollreif und voll ausgefärbt ernten. |
| Ausbeute | Gering – zuckerarme Beere; nur der vergärbare Anteil (rote Johannisbeere ~6–9 %) liefert Alkohol (Hagmann/Essich). |
| Zuckerzusatz | nicht nötig – Zuckerzusatz würde nur die (ohnehin niedrige) Ausbeute strecken, ginge aber auf Kosten des Fruchtaromas |
| Maische-pH | 2,8–3,2 – Säurezugabe meist unnötig, die Beere ist von Natur aus säurereich (Malle/Schmickl) |
| Hefe | Reinzuchthefe (z. B. Lalvin EC-1118) |
| Pektinase | nötig (Hagmann/Essich) |
| Gärdauer | 2–3 Wochen, problemlos |
| Aroma | Beerig-frisch mit ausgeprägter Säure; die schwarze Johannisbeere (Cassis) deutlich kräftiger. |
Der Schnitt
Die Beeren vollständig entrappen – Stiele bringen Gerbstoff und Bitterkeit (Hagmann/Essich). Vorlauf abtrennen, Nachlauf rechtzeitig.
Besonderheiten
- Entrappen ist Pflicht (Stiele = Bitterkeit/Gerbstoff).
- Von Natur aus säurereich → Ansäuern meist unnötig.
- Die schwarze Sorte (Cassis) ergibt einen wuchtigen, eigenständigen Brand.
